Standort, Landschaft


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Der Naturraum des Jura mit der Gemeinde Beinwil

Die Gebirgs- bzw. Höhenzugsbezeichnung Jura wird vor allem für den nordwestlich  des schweizerischen Mittellandes liegenden Französischen Jura (französisch Massif du Jura) und den Schweizer Jura verwendet. Diese bilden eine geologisch Tektonische Einheit und werden als Jura im engeren Sinne bezeichnet.

Im CH-Jura mit seinen Ablagerungsgesteinen wechseln harte Kalksteinschichten mit weichen Ton- und Mergelschichten ab. Die ursprünglich mehr oder weniger horizontal liegenden Sedimentschichten wurden hier im Bereich des Ketten- und Faltenjura durch den Druck der Kontinentalverschiebung von Süden her zu mächtigen Faltungs- und Überschiebungsstrukturen aufgetürmt.

Der Jura besteht im wesentlichen aus drei stratigrafischen Einheiten, deren harte, verwitterungsbeständige Gesteinsschichten landschaftsbildend sind:

  • Malm: oberste, jüngste Schicht, vor 161 bis 145 Millionen Jahren abgelagert, auf Grund der hellen Kalksteine auch weisser Jura genannt.
  • Dogger: mittlere Schicht, vor 175 bis 161 Millionen Jahren abgelagert, auch brauner Jura genannt wegen des teilweise darin vorkommenden Brauneisens.
  • Lias: unterste, älteste Schicht, vor 200 bis 175 Millionen Jahren abgelagert, wegen der darin enthaltenen dunklen Tonminerale auch schwarzer Jura genannt.

                  

Das Umfeld des Hof Waldenstein

Das Gelände vom Hof Waldenstein befindet sich im Solothurner Faltenjura im Bereich einer SSW-NNE-streichenden Synklinale.

Der anstehende Felsuntergrund wird im oberen Bereich gebildet durch Gesteine des Mittleren bis Oberen Séquanien, sowie der Unteren Süsswassermolasse. Das Séquanien wird dabei aufgebaut durch helle Kalke und Mergelkalke und die Untere Süsswassermolasse durch vorwiegend Mergel. Über der Molasse lagert z.T. grössere Rutschmassen.  Im weiteren Bereich des Hofgeländes  wird der anstehende Felsuntergrund durch die Effinger-Schichten (Oberes Rauracien), d. h. einer dünnbankigen Wechsellagerung von grauen Mergeln und helleren Mergelkalken gebildet.

Das so entstandene abwechslungsreiche Landschaftsbild mit den charakteristischen  steil aufragenden Felswänden, den sanfteren  Gewölben und Mulden, birgt eine biologische Vielfalt die zu einem guten Teil auf diesen Abfolgen von unterschiedlichen Gesteinen beruht.