Grundsätze des Biolandbaus

Die folgenden Textbausteine der Bio Suisse definieren in wenigen Sätzen die Organisation und deren Zielsetzungen 

Biolandbau – ein Stück Natur im Alltag:     Wir brauchen eine intakte Natur und gesunde Lebensmittel. Der Biolandbau mit seinen kompromisslosen Vorschriften und strengen Kontrollen leistet dazu einen wesentlichen Beitrag.

Vielfalt statt Einfalt:   Der Biolandbau fördert eine reichhaltige Landschaft mit ökologischen Ausgleichsflächen, eine hohe Artenvielfalt und die Bodenfruchtbarkeit.

Qualität vor Quantität:   Biologische Lebensmittel entstehen im Einklang mit der Natur. Das bedeutet natürliches Wachstum statt Massenproduktion, artgerechte Tierhaltung statt Massenhaltung und den strikten Verzicht auf Gentechnik. Knospe-Bauern verzichten auf chemisch-synthetische Pflanzenschutz- und Düngemittel. Knospe-Erzeugnisse geben Ihnen die Sicherheit, natürlich gewachsene und unbelastete Produkte zu konsumieren.

Mehrarbeit:    In Knospe-Produkten steckt mehr Handarbeit. Biokräuter beispielsweise werden nicht gespritzt, sondern von Hand oder mechanisch reguliert.

Besonders artgerechte Tierhaltung:    Auf dem Biobetrieb sorgen die besonders artgerechte Haltung, der obligatorische, regelmässige Auslauf für alle Tierkategorien, natürliche Zuchtmethoden und Biofutter für das Heranwachsen gesunder und widerstandsfähiger Tiere. Knospe-Tiere erleben den Lauf der Jahreszeiten und das sich verändernde Wetter, das stärkt ihre Abwehrkräfte und ihre Fruchtbarkeit. Die Entfaltung des arteigenen Verhaltens, Gesundheit, Vitalität und Widerstandskraft der Tiere sind wichtiger als Höchstleistungen. Gülle und Mist sind im Biolandbau unverzichtbarer Teil eines geschlossenen Nährstoffkreislaufes zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit.

Qualität erzeugen, Qualität erhalten:   Knospe-Produkte werden möglichst schonend verarbeitet, sind nicht aromatisiert und enthalten weder Farbstoffe noch gentechnisch veränderte Zusätze.

Bioprodukte eine Klasse für sich:   Im Biolandbau entstehen Lebensmittel von hohem gesundheitlichem und geschmacklichem Wert bei grösstmöglicher Schonung der Umwelt.

Lückenlose Kontrolle vom Feld bis auf den Tisch:     Ist die Knospe drauf, ist Bio drin. Unabhängige Institutionen garantieren die Einhaltung der Bio Suisse Richtlinien während des ganzen Produktionsprozesses. Bauern und Verarbeitungsbetriebe werden regelmässig und ohne Voranmeldung kontrolliert. Die strengen Kontrollen bilden das Fundament der lückenlosen Knospe- Garantie.

Prüfverfahren in Lebensmittelverarbeitungsbetrieben:   Die Herkunft der Rohstoffe, die Warenflüsse, die Rezepturen, die Lagerhaltung und die Produktdeklaration werden regelmässig durch externe Kontrollorganisationen überwacht. Erst nach aufwändigen Prüfungen darf ein Produkt die Knospe tragen.

Argumente für den Biolandbau unter: http://www.fibl.org/de/themen/argumente.html

Biologisch-Dynamische Landwirtschaft

Was ist biologisch- dynamisch?

Biologisch-dynamisch ist eine Steigerung des Bio- oder Ökolandbaus: Wer sich für die Grundlagen und die Perspektiven des Biolandbaus interessiert, kommt nicht ohne das Studium der biologisch-dynamischen Landwirtschaft aus. Die Maßnahmen und Richtlinien sind anspruchsvoller, langfristiger und ganzheitlicher.
Für eine nachhaltig ökologische Auseinandersetzung mit Natur und Landkultur ist sie ein fruchtbarer Ausgangspunkt. Sie verfügt über ein eigenes Richtlinienheft welches jährlich in Anbau und Verarbeitung überprüft wird.
Die biologisch-dynamische Landwirtschaftsmethode ist ein vom Bund anerkanntes Verfahren des biologischen Landbaus. Sie wurde 1924 begründet und seither systematisch, praktisch und wissenschaftlich weiterentwickelt. Heute liegen genügend Hinweise auf die Schlüssigkeit und Durchführbarkeit dieses Konzeptes vor.

Siehe dazu:  http://www.fibl.org/fileadmin/documents/shop/1089-dok.pdf

In der Schweiz erfüllt jeder biologisch-dynamische Betrieb auch die Richtlinien der BioSuisse. Er darf das Demeter-Label, das Gütesiegel des biologisch-dynamischen Land-baus, für die Auszeichnung seiner Produkte benutzen. In der Schweiz arbeiten über 200 Betriebe nach dieser anspruchsvollen Methode, wovon ca. ein Drittel als Praxisbetriebe in der Ausbildung mitarbeitet.

Die Fachausbildung für biologisch-dynamische Landwirtschaft

Die Ausbildung möchte berufsinteressierten Studenten und Studentinnen den reichen Erfahrungsschatz der biologisch-dynamischen Landwirtschaft zugänglich machen und sie zu dieser Landbaumethode befähigen.

Sie wird vom Verein für biologisch-dynamische Landwirtschaft getragen und verantwortet. Der Verein ist gemeinnützig und fördert in erster Linie die Entwicklung des biologisch-dynamischen Landbaus. Die Fachausbildung für biologisch-dynamische Landwirtschaft wird seit 1979 angeboten. Innerhalb des Vereins ist die Verantwortung für die Ausbildung bei den Kollegien und der Schulleitung, welche den Schulbetrieb selbständig organisieren ( Zitat aus der "Wegleitung für Praxis und Unterricht )

 PDF: Fachausbildung für biologisch-dynamische Landwirtschaft (647 KB)

Permakultur, Nachhaltigkeitskonzepte

Gestaltungsprinzipien Permakultur

Bei der Planung und Umsetzung der verschiedenen Massnahmen auf dem Hof Waldenstein wurden in den vergangenen Jahren auch die Prinzipien von Bill Mollison’s Permakultur angewandt.

Durch Beobachtung und Reflexion von Abläufen in der Natur, wurde  ein ganzheitlicheres Verständnis gefördert. Um das so gewonnene Verständnis auch auf andere Permakultur-Konzept anwenden zu können, wurden dazu von Mollison u.A. frei kombinierbare Prinzipien entwickelt die als Gestaltungsprinzipien von Ökosystemen genutzt werden können.

Gestaltungsprinzipien nach Mollison

1.

Multiple Elements

-

Jede Funktion des Systems wird von mehreren Elementen erzeugt.

2.

Multiple Functions

-

Jedes Element des Systems hat mehrere Funktionen.

3.

Zones

-

Zonierung der einzelnen Systembereiche nach Nutzungsintensität.

4.

Natural Succession

-

Berücksichtigung der natürlichen Entwicklung eines Elementes bzw. des Systems.

5.

Optimize Edges

-

Optimierung der Randzonen als besonders aktive Bereiche des Systems.

6.

Relative Location

-

Der relative Aufenthaltsort (Nische) eines Elements innerhalb des Systems.

7.

Elevational Planning

-

Systementwicklung durch aufeinander aufbauende Elemente.

8.

Energy Recycling

-

Wiederverwendung von Energien und Stoffen innerhalb des Systems.

9.

Natural Ressources

-

Nutzung der natürlichen Ressourcen eines Systems.

10.

Sectors

-

Identifizierung und Nutzung der von außen auf das System wirkenden Einflüsse (Sektoren).

11.

Patterns

-

Verwendung von Entwurfsmustern zur Strukturierung des Systems.

12.

Diversity

-

Schaffung einer großen Vielfalt von Elementen innerhalb des Systems.

 

Biodiversitätmassnahmen