Erhaltungssammlungen

Direktvermarktung einer grossen Vielzahl von  Obst & Beerensträuchern. Sortenliste/Angebote/Bestellungen sind unter Kontakt möglich.

 

                            

 

CH- Erhaltungs- & Vermehrungssammlung der ProSpecieRara (PSR)

Bestehende Beerenanlage

Die eigentlichen Kulturformen der Beerenin unserer Produktionsanlage mit den verschiedenen Kultursorten der Rubesarten  (Himbeeren, Brombeeren, Ackerbeere etc.) und Ribesarten (Johannisbeeren, Cassis, Josta, Stachelbeeren) , ergänzt mit Kultursorten der  Heidelbeeren, Preiselbeeren, Moosbeeren, etc. und die Arten/Sorten der heimischen Rosas werden in die PSR-Erhaltungssammlung aufgenommen.

Eingeführtes" Wildobst ums Haus“

In den letzten Jahren  wurden zusätzliche Kulturflächen aufgebaut mit  seltenen, alten Kultursorten und deren jeweiligen Wildformen die nun  in die  Datenbank der PSR aufgenommen werden.

Im Interesse von ProSpecieRara stehen dabei Arten, welche in der Schweiz einheimisch sind oder zumindest eine sehr lange kulturelle Nutzungstradition haben. Das Schwer-gewicht dabei bilden die  heimischen Artengruppen wie z.B.: verschiedene Wildarten von Brombeeren, Holunder, Berberitzen,  Sanddorn, Felsenbirne, Kornelkirschen, Schlehen, Haselnüsse etc. Zusätzlich werden kleinere Gruppe von seltenen Prunus,- Pyrus,-Malus Arten versammelt.

Für die Wildrosen wurde eine Fläche für die in der Schweiz heimischen Wildrosen bepflanzt die als Referenzsammlung für die verschiedenen Wildrosenarten  auf der eigenen Hoffläche und in der näheren Umgebung dienen.

"Endemisches" Wildobst in den Weiden und Wiesen, in den Hecken und im Waldrandbereich auf dem Waldenstein

ProSpecieRara wird sich künftig auch dem Thema Wildobst und Sämlingen widmen. Sämlinge ergänzen  den Pool an genetischen Ressourcen um ein Potenzial an wichtigen Eigenschaften wie zum Beispiel Robustheit gegen Krankheiten, Besiedlung von Grenzlagen aber auch interessante Eigenschaften für die menschliche Ernährung und der Verarbeitung zu hochwertigen neuen Produktegruppen. Von Interesse sind zunächst die  Sämlinge von Wildobstarten die auf der Fläche des  Hof  Waldenstein bereits vorhanden sind wie  Wildapfel (der echte einheimische Malus silvestris und auch andere Stammformen unseres Kulturapfels) Wildbirne, Wacholder, Heckenrosen, Mehl- und Elsbeere, Weissdorn, Schwarzdorn, Felsenmispel, Holunder  etc.

In einer ersten Runde werden wir uns hauptsächlich auf die Gruppe der Maloideaeoder allenfalls noch enger auf Wildbirnen und Wildäpfel konzentrieren müssen, welche auf der Hoffläche wild gedeihen und an das  standörtliche Klima angepasst sind. Dazu müssen die Sämlinge zunächst beschrieben werden. Die Sämlingstypen, welche zu erhalten sind, sollten sich mit unseren Sinnen fassbar unterscheiden.  Sobald definiert ist, welche Sämlingstypen erhalten werden sollen, ginge es in einem zweiten Schritt darum, davon Jungpflanzen anzuziehen und diese nebst den Mutterbäumen auf dem Hof Waldenstein auch an einem anderen Standort als Sammlung abzusichern. 

Dazu braucht es einen Überblick über mögliche Hotpots von wilden Sämlingsvorkommen oder deren Sammlungen in der Schweiz oder speziell im Jura die als Vergleichssammlungen genutzt werden können.

Die weiteren Wildobst-& Fruchtarten des Waldenstein

Grundsätzlich werden auch die übrigen endemischen „Essbaren Wildbeeren-& Früchte“ vom Waldenstein in ähnlicher Weise  untersucht. Dazu gehören insbesondere die grossen Wachholder-, Hasel- und Holunderbestände, die Mehlbeeren, die Schwarz- und Weißdornbestände, die Wildrosen  und die  Sorbusarten.

„ Die Exotensammlung“

Diese „fremden“ Arten wie Aronias, Mini-Kiwi etc wurden/ werden in eigenen Arten/Sortengärten zusammengefasst

Zusätzlich sind wir im Augenblick mit der Realisierung einer „Exotensammlung“ für geschützter Lagen beschäftigt. Sie bilden eine eigentliche Versuchsfläche zur Frage der Tauglichkeit von frostresistenten Exoten-Sorten für Grenzlagen. Auch diese „Spezialitäten“ werden in eigenen Sorten/ Artengruppe zusammengefasst ,die auf  Flächen stehen, die durch verschieden Kulturtechniken einen etwas geschützteren Lebensraum bieten. Das Mikroklima dieser Pflanzfläche wurde durch eine vorgelagerte Teichanlagen, durch Windschutzhecken, Sonnefallen, Hügelbeetanlagen etc. so verbessert, dass eine gedeihliche Entwicklung der Pflanzen gefördert  werden kann.

Liste der Kulturformen Nüsse,Früchte, Beeren

Für Interessierte liegt eine vollständige Zusammenstellung der essbaren (Wild)-früchte & beeren vor mit über 280 Arten/Unterarten in über 600 Sorten.

 

   

Schutz und Vermehrung der Orchideenarten und weiteren seltenen Pflanzen auf dem Waldenstein

Die Orchideenoder Orchideengewächse (Orchidaceae) sind eine weltweit verbreitete Pflanzenfamilie uns stellen nach den Korbblütern  die zweitgrößte Familie  unter den bedecktsamigen Blütenpflanzen dar. Sie werden als besonders schön angesehen, und vielen gilt die Orchidee als Königin der Blumen.

Orchideen wachsen mit Ausnahme der Antarktis auf jedem Kontinent. Durch die Anpassungsfähigkeit dieser Pflanzenfamile an kalte Winter oder Sommertrockenheit findet man Orchideen in fast allen Ökozonen. Der Großteil der Arten wächst allerdings in den Tropen und Subtropen, hauptsächlich in Südamerika und Asien.

In Europa gibt es etwa 250 verschiedene Arten. Eines haben ihre Lebensräume aber meist gemeinsam: Sie sind nährstoffarm und oft spärlich oder karg bewachsen da unsere heimischen Erdorchideen an ihren Standorten nur geringe Konkurrenz ertragen. Außerdem sind viele Erdorchideen in der Natur verstärkt auf das Zusammenleben mit spezifischen Pilzen angewiesen. Erdorchideen leben daher bevorzugt dort, wo ursprüngliche Biotope erhalten geblieben sind. Der Rückgang vieler europäischer Arten ist auch auf eine veränderte ländliche Bewirtschaftung zurückzuführen. Durch den Rückgang der Beweidung, vor allem in Mitteleuropa, gehen die durch menschlichen Eingriff entstandenen Habitate z.B. Trockenrasen in ihren ursprünglichen, wäldlichen Zustand zurück. Orchideenarten, die auf Trockenrasen wachsen, treten in diesen Wäldern kaum noch auf. Es gibt Anlass zur Hoffnung, dass mit steigendem Naturschutz-Bewusstsein auch seltenen Orchideen neue Chancen eingeräumt werden.

Auf den Flächen des Hof Waldenstein finden sich 29 verschiedene Erdorchideen. Zusätzlich wurden in den letzten Jahren noch 3 weitere Orchideenarten eingepflanzt um deren Anpassung an den neuen Standort zu untersuchen (Pflanzen aus kontrollierter Zucht).

In den letzten 10 Jahren wurde auf dem Waldenstein im wesentlichen eine in-situ Vermehrung der Bestände versucht. Durch entsprechende schonende Nutzung der Habitate, durch die Rodungsarbeiten auf den stark verbuschten grossen Weideflächen, durch die Auslichtung der Waldränder auf über 1km Länge und vor allem durch einen z.T. sehr späten Schnitttermin einer orchideenreichen Magerwiese (erst nach der Samenreife der Pflanzen). Durch diese Massnahmen konnten die Orchideen-Bestände vor Ort mehr als verdoppelt werden.

Die Versuche zur Kultur und Vermehrung der Orchideen durch in-vitro Technik sowie die damit verbundenen Grundlagenarbeiten (Habitatanalysen, Wachstumsbedingungen vor Ort, Mykkorhiza, etc.) werden systematisch durchgeführt und durch moderne Ausrüstung (Laborgeräte, Sterilbank) erst ermöglicht.

Orchidaceae auf Hof Waldenstein       

Lateinischer  Name

Deutsche Namen

Fundorte

Stk.

Anacamptis pyramidalis

Spitzorchis                    

Grosse Mähwiese, Birchmättli, Waldrand

40

Cephalanthera damasonium           

Bleiches Waldvögelein

Waldrand

5

Cephalanthera longifolia                 

Langblättriges Waldvögelein

Nach Auslichtung Waldrand     

150

Cephalanthera rubra                       

Rotes Waldvögelein

Nach Auslichtung Waldrand

30

Corallorhiza trifida

Europäische Korallenwurz

Waldweide Buchenwald

3

Cypripedium calceolus L.

Frauenschuh

A Exp. aus Zucht in der Kaltsinterquelle

1

Dactylorhiza fuchsii

Fuchs-Fingerwurz

Kaltsinterquelle, Waldrand, Waldweide

10

Dactylorhiza incarnate

Fleischrote Fingerwurz

Feuchtbiotop

30

Dactylorhiza maculata           

Gefleckte Fingerwurz

A Einzelnes Exp. aus Zucht zur Kontrolle

1

Dactylorhiza majalis

Breitblättrige Finferwurz

Grosse Weide

35

Epipactis atrorubens

Braunrote Ständelwurz

Waldrand zur Waldweide

10

Epipactis helleborine

Breitblättrige Ständelwurz

Waldrand zur Waldweide

15

Epipactis leptochila

Schmallippige Ständelwurz

Waldrand Waldweide

5

Epipactis palustris                  

Sumpf-Ständelwurz

A Feuchtwiese Langmättli

1

Epipactis purpurata

Violette Ständelwurz

Waldrand Waldweide

5

Epipactis microphylla

Kleinblättrige Ständelwurz

Waldrand

5

Gymnadenia conopsea

Mücken-Handwurz

Grosse Weide, Birchmättli, Langmättli

45

Gymnadenia  odoratissima

Wohlriechende

Grosse Weide, Birchmättli

5

Himantoglossum hircinum

Bocks-Riemenzunge

Randbereich der Beerenanlage

5

Listere ovata

Grosses Zweiblatt

Grosse Weide, Birchmättli

10

Neottia nidus-avis

Vogel- Nestwurz

Grosse Weide ,Waldr. Kaltsinterquelle

15

Ophrys apifera

Bienenragwurz

Grosse Weide

15

Ophrys botteronii                             

Bienenragwurz

(Bestimmung unsicher)

3

Ophrys holosericea

Hummelragwurz

Grosse Weide

5

Ophrys insectifera                  

Fliegen-Ragwurz

A Waldrand

2

Orchis mascula

Manns- Knabenkraut

Grosse Weide, Birchmättli, Waldweide

15

Orchis militaris

Helm Knabenkraut

Grosse Weide

35

Orchis morio

Kleines Knabenkraut

Grosse Weide

30

Orchis purpurea                    

Purpur- Knabenkraut

A Waldrand Waldweide

1

Orchis ustulata

Angebranntes-Knabenkraut

Grosse Weide Waldrand

5

Platanthera bifolia

Zweiblättrige Waldhyazinthe

Grosse Weide, Birchmättli, Waldweide

90

Platanthera chlorantha

Grünliche Waldhyazinthe

Grosse Weide, Birchmättli, Waldweide

25

 

      

Mehr zu Orchideen der Schweiz :http://www.ageo.ch/ageo_orchideen.php?page=home2

Zum Schutz der Pflanzen wurden Vorschriften erlassen, die den Handel und den Umgang mit ihnen regeln. Alle Orchideenarten stehen mindestens im Anhang II des Washingtoner Artenschutz-Übereinkommens (WA).